15. August 2022

Verband: Menschen mit Behinderung auf Strom angewiesen

Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD) hat angesichts steigender Stromkosten vor finanziellen Engpässen bei Menschen mit elektrisch betriebenen Hilfsmitteln gewarnt. Oftmals würden Kosten für den Betrieb von Treppenliften, das Aufladen von E-Rollstühlen, elektrische Badewannensitze oder auch das Hausnotrufgerät nicht übernommen, erklärte der Sozialberater des Verbandes, Dennis Riehle, am 11. August in Berlin. Menschen mit einem Handicap seien oftmals auf elektrische Hilfsmittel angewiesen und könnten deshalb nicht auf etwaigen Stromfluss verzichten.

Riehle sagte: „Die Nachteilsausgleiche, die behinderten Personen vom Staat zugestanden werden, reichen bei Weitem nicht aus, die gestiegenen Ausgaben für den Bereich der Stromnutzung für Hilfsgeräte auch nur im Ansatz zu decken.“ Allerdings wüssten viele Betroffene auch nicht, „dass es Möglichkeiten gibt, sich zumindest Teile der Elektrizitätskosten zurückzuholen“.

Gerade bei Menschen, die als pflegebedürftig eingestuft sind, übernehme die Krankenkasse ganz erhebliche Kostenaufwendungen für Hilfsmittel, sagte der Sozialberater weiter. Zudem könne das Sozialamt im Rahmen von Hilfen zum Lebensunterhalt und für Gesundheit mögliche Unterstützung leisten. Auch ein Schwerbehindertenausweis könne finanzielle Entlastung bringen. (epd)


Foto: Adobe Stock/ins

 

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